Hellwinkel F2
Wolfsburg
Das Entwurfskonzept für das Baufeld F2 basiert auf der übergeordneten städtebaulichen Gesamtkonzeption, den Vorgaben des Gestaltungshandbuches sowie den Festsetzungen des Bebauungsplans für das Quartier Hellwinkel. Die für dieses Baufeld vorgesehene Typologie eines „Dorfes“ wird aufgenommen und in Form eines Ensembles aus drei differenzierten Baukörpern umgesetzt. Die kleinteilige Gebäudestruktur reagiert auf die städtebauliche Lage zwischen Wiesenterrassen und Hellwinkel Terrassen und formuliert einen adressbildenden Auftakt zum Quartier.
Haus A bildet mit einem viergeschossigen Turm und einem dreigeschossigen Riegel den westlichen Auftakt. Hier sind im Erdgeschoss eine Apotheke sowie in den Obergeschossen Arztpraxen oder alternativ Mutter-Kind-Wohnen vorgesehen. Diese Nutzung ergänzt das Wohnquartier sinnvoll um medizinische Infrastruktur.
Im Zentrum des Ensembles liegt die Kindertagesstätte (Haus B), die entsprechend dem Raumprogramm organisiert ist. Die Erschließung erfolgt über den Veilchenweg und einen vorgelagerten Platz, der zugleich als Aufenthalts- und Verteilerfläche dient. Hier werden auch Bereiche für den Hol- und Bringverkehr sowie Fahrradstellplätze integriert. Die Freianlagen der KITA bieten ein vielfältiges Angebot aus Spiel-, Bewegungs- und Aufenthaltsbereichen. Neben klassischen Spielflächen im Erdgeschoss wird auf dem Dach eine zusätzliche „Kreativebene“ mit Flächen für künstlerische Aktivitäten und Veranstaltungen geschaffen. Der Vorplatz wird als qualitätsvoller, barrierefreier Aufenthaltsbereich mit klarer Gestaltung und Möblierung ausgebildet.
Haus C bildet den östlichen Abschluss des Ensembles. Im Erdgeschoss befinden sich die Tiefgaragenzufahrt sowie eine gastronomische Nutzung mit Außenbezug zum Quartiersplatz, wodurch die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum gestärkt wird. In den Obergeschossen entstehen Studentenwohnungen oder alternativ betreutes Wohnen unterschiedlicher Größe.
Im Untergeschoss werden eine Tiefgarage mit ca. 40 Stellplätzen, Fahrradabstellräume, Lagerflächen und Technikräume für alle Gebäude untergebracht. Ein Teilbereich des Grundstücks bleibt unversiegelt, um die Versickerungsfähigkeit zu erhöhen.
Die architektonische Gestaltung verbindet die drei Baukörper durch eine differenzierte Dachlandschaft aus Pult- und Flachdächern zu einem zusammenhängenden Ensemble.
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